Ein Energieberater hat mir neulich erzählt, wie sein Montag seit vier Monaten beginnt: mit einem Anruf bei seinem Kunden, in dem er erklärt, warum das BAFA-Geld immer noch nicht da ist.
Nicht, weil er etwas falsch gemacht hätte: die durchschnittliche Wartezeit auf den Verwendungsnachweis liegt bei 111 Tagen.
Wer in der Energieberatung arbeitet oder diesen Beruf von nahem kennt, kennt diesen Anruf. Oder einen, der ihm ähnlich ist.
Ich bin kein Energieberater.
Ich baue seit über zwei Jahrzehnten Software.
Mit Artizano baue ich heute Lösungen auf Enterprise-Niveau für kleine und mittlere Unternehmen, solche, die mit ihnen mitwachsen und ihren Alltag spürbar leichter machen.
(Enterprise-Niveau kenne ich von innen, aus Stationen in Entwicklung, IT-Leitung und Sicherheitsverantwortung.)
Diese Lösungen beginnen nicht mit Code. Sie beginnen mit Zuhören. Mit der Frage, woran sich ein Arbeitstag aufreibt. Der Code folgt, er ist die Antwort, nicht der Anfang.
Seit rund acht Monaten höre ich Energieberatern zu. Was ihnen fehlt, ist nicht ein weiteres Berechnungstool. Sondern ein Werkzeug für das, was zwischen den Berechnungen passiert: Gebäudedaten, die in E-Mail-Fragmenten ankommen. Die Koordination mit Handwerkern, Architekten, Statikern. Förderfristen, die niemand verpassen darf. Und eben dieser Anruf.
Wenn ich zuhöre, kommen selten große Wünsche. Es kommen Sätze wie „Eigentlich bräuchte ich nur…", und dahinter steht eine sehr klare, sehr kleine Vorstellung davon, was einem den Alltag zurückgibt.
Wenn Sie Energieberater sind oder mit welchen arbeiten: Was war in den letzten zwölf Monaten der Moment, in dem Sie gedacht haben: „Dafür bin ich nicht ausgebildet worden"?
Ich lese jede Antwort.
Ahmed Artizano GmbH, Dortmund
Erstveröffentlichung auf LinkedIn, hier als Blog-Spiegel.